Qualitätsanforderung für Heilpraktiker im BDN

  • RECHTLICHE ABSICHERUNG
  • ZIELORIENTIERUNG UND FLEXIBILITÄT
  • OPTIMIERTE MARKTPOSITION
  • OPTIMIERTE ARBEITSPROZESSE
  • KONTINUIERLICHE VERBESSERUNG ALLER PRAXIS MASSNAHMEN
  • TRANSPARENZ SCHAFFEN NACH INNEN UND AUSSEN
  • KLARE AUFGABENZUORDNUNG UND KOMPETENZVERTEILUNG
  • FÜHRUNG UND VERANTWORTUNG ERFOLGREICH STEUERN
  • PATIENTENZUFRIEDENHEIT UND VERANTWORTUNG GEGENÜBER PATIENTEN ABSICHERN
  • ERFÜLLUNG ALLER QUALITÄTSVORGABEN IN DER AUS- FORT- UND WEITERBILDUNG
  • ERFÜLLUNG ALLER QUALITÄTSVORGEBEN IN DER KONTINUIERLICHEN ARBEITSROUTINE
  • VERBESSERUNG UND AUFFRISCHUNG VON WISSEN IN THERAPIE UND DIAGNOSTIK
  • MITARBEITER-SCHULUNG
  • MANAGEMENTSYSTEM UND RAHMENPLAN RÜR HEILPRAKTIKER IM BDN

BDN-Heilpraktiker-Praxen und QM-System

BDN-Heilpraktiker-Praxen orientieren sich an einem QM-System (Qualitätsmanagement-System) und haben dieses einzuführen. Die Qualitätsanforderungen sollen zwei Aspekte erfüllen: einmal der nach innen gerichtete Blick, der alle bereits vorhandenen Tätigkeiten und Vorhaben, gesetzliche Vorgaben umfasst und Praxisbelange betrifft, sowie die nach außen gerichteten Vorgaben, die die qualitativen Fortbildungen (Aus- und Weiterbildung), die Ausrichtung der Praxis auf Patientenschutz und Patientenzufriedenheit mit prozessorientierter Dokumentation und Organisation der Arbeitsabläufe und deren gesetzlichen Vorgaben beinhaltet.

Mehr Erfolg durch QM-Standards

Unsere Arbeitsweisen entsprechen den üblichen medizinischen Standards. Durch QM wird dies belegbar und gelegentliche, anderslautende Vorwürfe können schnell entkräftet werden. Weitere Vorteile der angewandten Qualitätsmanagements sind:

      •  auch bei aller Sorgfalt – Fehler können passieren und lassen sich tatsächlich einfacher vermeiden, wenn Sie Ihre üblichen Routinen in Checklisten fixieren. Dabei bietet es sich an, diese Abläufe noch einmal mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen abzugleichen und ggf. anzupassen.

      • da bereits vor einer Behandlungsmaßnahme bestimmte Abläufe dokumentiert werden, existiert im Falle eines Behandlungsfehler-Vorwurfs Beweismaterial, das von großer Bedeutung sein kann. Sie belegen im Vorfeld, dass die Praxisführung den geltenden Bestimmungen angepasst ist und Veränderungen wahrgenommen und berücksichtigt werden.

  • die Auseinandersetzung mit aktuellen Forderungen im Qualitätsmanagement bzw. der -sicherung sorgen durch die Integration neuer Erkenntnisse zu einer stets zeitgemäßen Ausübung der Heilkunde

  • die anfänglich investierte Zeit wird später wieder eingespart, weil die Dokumentation in der Patientenakte viel einfacher wird – eine Investition in die Zukunft also

  • und last but not least: QS und QM sind das beste Marketing für eine erfolgreiche Heilpraxis. Patienten nehmen sehr wohl wahr, wie gut und professionell eine Praxis geführt wird. Unterschätzen Sie z. B. nicht, was Patienten in punkto Praxishygiene erwarten und beobachten.

Wissenswertes zum Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement – das Ziel
Das Ziel des Qualitätsmanagements (QM) soll grundsätzlich eine transparente Leistungserbringung sein. Arbeitsschritte, für die es Routinen gibt, sollen z. B. in einer Praxis so nachvollziehbar hinterlegt sein, dass es anderen möglich wird, die einzelnen Behandlungsschritte bewerten zu können. Verbraucherrechte, vor allem der Schutz der Verbraucher, sollen dadurch optimiert werden. Richtig verstandene Qualitätssicherung (QS) bedeutet dabei immer auch Sicherung des Berufsstandes – und das liegt auch uns als Ihrem Verband sehr am Herzen!

Qualitätsmanagement – warum?

Politik, Öffentlichkeit und Medien fordern seit langem kontinuierlich und mit wachsender Intensität eine Qualitätssicherung in fast allen Bereichen. Dies gilt sowohl für die Aus- und Fortbildung als auch die Praxis- bzw. Unternehmensführung. Dies hat nicht nur für Patienten, sondern auch für uns Heilpraktiker beachtenswerte Vorteile. Sollte Ihnen jemals ein Behandlungsfehler vorgeworfen werden, können Sie nämlich bei lückenloser Dokumentation vorweisen, wie Sie gearbeitet haben. So lassen sich oftmals Vorwürfe sehr schnell entkräften.

Qualitätsmanagement – die Grundlagen

Entscheidend und damit Grundlage des Qualitätsmanagement ist, dass eine Dokumentation einer Leistung vorausgestellt wird. Zuerst muss also aufgezeichnet werden, wie eine Leistung (z. B. das Durchführen einer Injektion – von der hygienischen Händewaschung, der Desinfektion der Patientenhaut, Injektion bis zur Entsorgung der Einwegspritze/ -Kanüle) routinemäßig erbracht wird. Dann kann die Leistung erfolgen.

Selbstverständlich wird dieser Vorgang nicht bei jeder Behandlung neu definiert. Vielmehr dokumentieren Sie einmal, wie Sie z. B. eine Injektion routinemäßig durchführen.

Bauliche Normen

Beim Qualitätsmanagement spielt aber nicht nur das medizinische Vorgehen eine Rolle. Wenn z.B. diese  Leistung in einem Behandlungsraum erbracht wird, für den es wiederum definierte Vorschriften in Bezug auf die Einrichtung, die Beschaffenheit des Bodenbelages usw. gibt. Weil in diesem Raum nicht nur der Praxisinhaber verkehrt, sondern auch Patienten und Mitarbeiter (wie Reinigungskräfte oder Sprechstundenhilfen), werden weitere Vorschriften verpflichtend wirksam. Und auch diese müssen nicht nur beachtet, sondern auch dokumentiert werden!